Probleme beim Lesen und Schreiben schränken die  aktiveTeilnahme am täglichen Leben erheblich ein und beeinträchtigen die Lebensqualität! 


Das Schreiben oder Lesen eines Einkaufszettels, das Lesen von Produktnamen, Straßenschildern oder Namen von Bushaltestellen, alles Dinge, die der geschulte Leser täglich unbewusst macht. Doch was ist, wenn dies nicht möglich ist?


Hier ein Ausschnitt aus einem Leben mit einer Lese-Rechtschreib-Störung (LRS)


„Geschickt werden Situationen vermieden, in denen man etwas in Gegenwart anderer schreiben muss und Fehler auffallen könnten. Denn wer Rechtschreibfehler macht, wird oft als dumm oder ungebildet abgestempelt….


Doch glücklicherweise gibt es ja heute häufig die Möglichkeit, etwas am Computer zu schreiben und da gibt es ja diese „tollen“ Rechtschreibprogramme oder am Handy das T9, sodass Fehler reduziert werden. Und im Finden von Alternativen ist man ja geübt.


Doch wenn man dann an die Qualen der Schulzeit zurückdenkt: In jedem Fach müssen Aufgaben gelesen und schriftlich beantwortet werden. So hagelt es dann selbst in Mathematik oder sogar Musik mal wieder schlechte Noten. Schriftliche Aufgaben müssen gelesen werden und werden falsch verstanden oder mit zu vielen  Rechtschreibfehlern beantwortet. Und mal wieder gehört man zu den  Schlechtesten der Klasse…


Und das laute Vorlesen in der Klasse - schon bevor man an der Reihe ist, liest man den Satz so oft es geht, um möglichst keine  Fehler zu machen und nur annähernd so flüssig zu lesen wie die Anderen. Die Nervosität steigt und macht alles noch schlimmer. Man möchte am liebsten im Klassenzimmerboden versinken.


Nicht zu vergessen ist der ständige Ärger zu Hause - schon wieder eine schlechte Note, noch mehr Lernen und Nachhilfe und alles bringt nichts außer noch mehr Ärger und Frust!!!

Also ist man dann doch vielleicht einfach zu dumm?!

Zusätzlich der Streit der Eltern untereinander, mit gegenseitigen Schuldzuweisungen oder Vorwürfen an sich selbst.“


All dies sind Probleme, die sich schleichend ab dem Schuleintritt einstellen und bis ins Erwachsenenalter andauern.

Nicht bei jedem ist der Verlauf gleich. Auch vermeintlich geringe Probleme können bereits zu großen Einschränkungen im täglichen Leben führen und sollten deshalb schnellstmöglich erkannt und richtig behandelt werden.